Fluchtpunkt Dudenhofen

Nein, auf der Flucht war an diesem 25.01.2020 keiner, auch wenn man bei den Überrundungen durch die Führenden geradezu davon ausgehen konnte.

Fluchtpunkt Dudenhofen ist vielmehr das 2. Studioalbum der Rodgau Monotones, welche weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt sind mit ihrem Hessen-Rock und der heimlichen Hessenhymne ‚Die Hesse komme‘.

Und hier im beschaulichen Dudenhofen, Teil der Stadt Rodgau, fand nun schon zum bereits 21. Mal der 50 km Ultralauf des RLT-Rodgau statt. Über 820 Starter gingen bei Temperaturen knapp über 0 Grad auf einen 5 km-Kurs rund um die Freizeitanlage Gänsbrüh, welcher 10x durchlaufen werden musste.

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Kurz vor dem Start

Neben den üblichen Verdächtigen, welche man auf Läufen in der Nähe immer wieder gerne trifft, war es ein bunt gemischtes Starterfeld quer durch die Republik und auch einige Läufer aus dem Ausland waren anwesend. Nach dem Abholen der Startunterlagen hatte man noch einen guten Kilometer Fußweg zum Start, doch dann war es endlich so weit. Nach mehreren Anläufen stand ich endlich in der Aufstellung zu meinem ersten Rodgau Ultra.

Da einige Bekannte ebenfalls an den Start gingen, entschied ich mich, mit Jörg die Runden zu drehen. Leider schafften wir noch nicht mal eine gemeinsame Runde, den Grund behalten wir mal für uns 😉

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Da war er noch da

Also suchte ich mir erst mal mein Tempo und sondierte die Läufer um mich herum. Zu meinem Entsetzen ‚passte‘ meine Laufzeit je Kilometer zu einer 4köpfigen Gruppe, welche zwar in sportlicher Hinsicht toll harmonierte, ansonsten aber wohl ihre Kinderstube bei Abfahrt aus dem Ruhrgebiet am Vortag daheim vergessen hatte… Somit konzentrierte ich mich nur auf das Laufen und versuchte nichts von allem anderen aufzunehmen. Bedauerlicherweise schaute ich aber auch zu wenig auf die Uhr und nahm nicht wirklich wahr, dass ich teilweise fast 40 Sekunden schneller war als geplant. Noch zu allem Überfluss stieg die Truppe bei Kilometer 30 aus.

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Jetzt hatte ich noch vier Runden vor mir und wusste, dass ich nun erst mal Tempo rausnehmen muss um gegen Ende nicht komplett einzubrechen. Zum Glück munterte mich meine ‚Haus-und-Hof-Fotografin‘ immer wieder auf und dann standen auf einmal Dagmar und Gerald bei Start/Ziel. Tolle Überraschung und ich freute mich riesig – sah man mir aber irgendwie nicht an…

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Zwischenzeitlich bekam ich die Info, dass Jörg komplett aus dem Rennen war und auch weitere Läufer vom LT Hemsbach nicht beenden konnten. Es wurde zusehends leerer auf der Strecke und mir immer kälter. Dennoch nahm ich mir am Verpflegungspunkt die Zeit zum erholen und brachte Runde um Runde hinter mich. Ab und an sah ich noch Bekannte bzw. wurde auch von diesen überrundet. Holger machte einen super Lauf und kam sogar noch unter 4 Stunden ins Ziel. Glückwunsch.

Aber auch für mich war es dann endlich so weit. Nach 4:41 Stunden hatte ich die 50 km voll und beendete den Lauf als 212. Gesamt und 25. in der AK 40. Von der Zeit her war es ok, aber das hätte man wesentlich einfacher haben können.

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Im Ziel

Nun ging es auf schnellstem Weg nach Hause und während ich diese Zeilen am darauffolgenden Tag tippe, bin ich auch schon fast wieder komplett aufgetaut.

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