6 Stunden um den Sander See

Nachdem ich leider krankheitsbedingt den Januar-Lauf im Rodgau nicht antreten konnte, lag ich dann auch einen Monat später komplett flach. Mein Start in Merkers konnte ich somit leider auch nicht antreten. Motivation war da natürlich erst mal im Keller, aber ich werde es nachholen zu gegebener Zeit.

Einem kleinen (notwendigen) Erholungsurlaub im März folgte dann eine neue Herausforderung, der April stand ganz im Zeichen der Umsetzung neuer Ziele. Laufeinheiten planen, trainieren, wieder fit werden und den Spaß am laufen zurückgewinnen. Es galt, Ende Mai meinen erster Mehrstundenlauf zu bewältigen.

Und dann war es schon so weit. Am 20. Mai gab es ideales Laufwetter beim Sechs-Stunden-Lauf um dem Sander See. Mittlerweile zum siebten Mal wurde diese Veranstaltung in der kleinen Stadt Sande, welche bei Wilhelmshaven liegt, von den Ultrafriesen ausgetragen. 124 Läufer gingen pünktlich um 11 Uhr an den Start, davon 68 im Einzelwettbewerb, der Rest als Staffeln. Auf alle wartete eine 1,882 km-Runde um den See, diese mit mehr oder weniger großen Erhebungen. Anfangs noch belächelt, wurden diese aber von Stunde zu Stunde merklich schwerer zu laufen.

 

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Läuft

 

Erfreulich war, dass mit Bastian ein alter Laufkollege mitgekommen ist, der auch schon beim Lauf in den Niederlanden dabei war. Und nicht nur das. Zufällig traf ich nach 10 Jahren eine Bekannte dort wieder. Und hätte nicht auf dem Parkplatz ein Mini gestanden, ich hätte sie nie angesprochen. Umso mehr freut es mich, dass sich Stefanie nach einigen Erzählungen dann doch wieder an mich erinnern konnte. Puh, Glück gehabt 😉

Sie war ebenso wie ich als Einzelläufer unterwegs und spontan konnte sich Bastian dazu durchringen, auch für den kompletten Lauf zu melden, schließlich konnte man ja auch zwischendurch Pausen einlegen. So ergab es sich, dass wir dann also zeitweise alle gemeinsam auf der Strecke waren.

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Junger Hüpfer
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Alter Hase

Bei mir lief dann auch größtenteils alles nach Plan, ich wollte es nicht zu schnell angehen und versuchte ein konstantes Tempo über die kompletten 6 Stunden beizubehalten. Es gelang dann auch bis fast zum Ende hin. Ich schiebe es einfach mal auf die fehlende Erfahrung und sehe weiteren Läufen entspannter entgegen. Man muss nur richtig einteilen- So kam ich aber ins Gespräch mit einer Dame im besten Laufalter, welche mir von ihren bisherigen 79 Marathons erzählte. Die Abwechslung tat gut und danach ging es dann wieder munter weiter.

Zum Drumherum noch so viel, eine gut organisierte Verpflegung im Startbereich ließ keine Wünsche offen. Hier wurde alles geboten, was einen bei solch einem Event pushen kann. Die vielen Helfer hatten auch manchmal (wenn nötig) aufbauende Worte parat. Dazu spielte noch eine Band über die komplette Zeit und heizte die Läufer an. Man merkte, dass die Ultrafriesen wissen was sie machen. Weiterhin konnte man während der kurzen Stärkungspause seine aktuell zurückgelegte Strecke und Platzierung direkt am Bildschirm verfolgen. Für mich galt es einzig und allein der Kontrolle meiner gelaufenen Runden, da ich nur in jedem dritten Umlauf kurz „einkehren“ wollte.

 

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Alles was man braucht

 

Alles in allem war die Veranstaltung sehr gut gemacht, es war ein familiäres und freundschaftlich Miteinander und man kam überall mit netten Gleichgesinnten ins Gespräch. Auch, wenn während der 6 Stunden zu viel „schnacken“ nicht gerade ideal war.

Den kurzen Regenschauer nach fünf Stunden erwähne ich bewusst nicht, für was denn auch… Nach 6 Stunden gab es dann ein Signal und jeder Läufer legte an seiner aktuellen Position eine Markierung ab. Die Differenz zur Startlinie wurde dann als Rest-Meter auf die gelaufenen Runden addiert.

 

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Noch frisch

 

Und dann war er auch schon vorbei, mein erster 6h-Lauf. Mit meinen erlaufenen 56.763 Metern bewegte ich mich genau im vorher festgelegten Bereich. Schließlich wollte ich mich langsam an das Gefühl eines Ultralaufes herantasten.

Im Ranking bedeutet dies Platz 22 Gesamt und Platz 1 in der AK 35.

Als Gewinn gab es einen Frei-Start im Jahr 2018, an diesem nehme ich gerne wieder teil. Vielleicht findet sich ja auch hier der ein oder andere Interessierte – gerne auch für eine Staffel.

 

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Siegerehrung

 

Stefanie brachte es auf 47,289 Km und Bastian 33,678 Km. Herzlichen Glückwunsch!

Und sogar auf eine Erwähnung in der örtlichen Presse hab ich es geschafft, der Lauftreff Fischbachtal ist einfach in aller Munde 😉

 

Presse Sande
Presse nach dem Lauf

 

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