Merhaba

Ein paar Tage nach dem Lauf auf Malta ging es wieder ins Warme. Diesmal in die Türkei nach Antalya. Nun war auch wieder eine Begleitung dabei. Mein Vater Wilfried wagte sich zum ersten Mal in eine Linienmaschine. Die anfänglichen Bedenken waren spätestens im Flieger vergangen. Auf gut hessisch – er hat mit der Sitznachbarin „gebabbelt, gebabbelt und gebabbelt“. Völlig entspannt, als ob er ein alter Flughase ist 😂

Im Flieger

Mit einer Stunde Verspätung ging es dann endlich los. Grund hierfür – so teilte uns der Flugkapitän (mit dem gleichen Namen eines berühmten Fernsehkochs aus Franken) mit – waren zwei Passagiere, die nicht mitfliegen wollten. Somit musste erst mal das eingeladene Gepäck ausgeladen und die Koffer gesucht werden. Aber da sich ja alle auf dem Weg in den Urlaub befanden, war eine doch recht entspannte Stimmung an Bord. Und so kam man auch mit anderen Passagieren ins Plaudern und ich hab schon ein paar Tipps bekommen, wie und wo ich Windsurfen lernen kann. Warum ich das lernen sollte werden sich nun bestimmt ein paar Leser fragen – die gute Frau meinte, dass ja ein Halbmarathonläufer nicht so ausgelastet ist und man sich mal richtig auspowern sollte. Nun denn, ich schau dann mal 😎 Übrigens, der harten Landung in Antalya nach zu urteilen ist wohl wirklich der Koch geflogen.

Sonnenaufgang mit Blick aufs Meer

Am nächsten Tag ging es auf Erkundungstour. Unser Hotel lag knappe 387m vom Start-/Zielbereich entfernt, so ging es dann auch direkt in den Atatürk Kültür Park. Hier sollte sich rund um die Glaspyramide am Sonntag alles abspielen. Im Hintergrund denkt ihr euch jetzt mal das Taurusgebirge, wo noch Schnee lag.

Start/Ziel

Wer es nicht glaubt, die Bilder hier hab ich von der lieben Reisebüro-Bea bekommen, die sich auch hier aufgehalten hat. Leider war das der Grund, warum wir uns nicht treffen konnten.

Danke Bea G. für den Eindruck

 

Mal was anderes in der Türkei

Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgte in einem großen Einkaufszentrum, ca. 15 km entfernt. Dort angekommen erwartete uns auf dem Vorplatz bereits ohrenbetäubende Musik und ein paar Vorläufe mit und ohne Wettkampfcharakter. Besonders zu erwähnen ist hier der High-Heels-Lauf. Name ist selbsterklärend, aber Sachen gibt’s… Zum Glück gab es die Unterlagen in der Mall und wir hatten etwas Ruhe vom Trubel außen. Insgesamt fand ich den Ablauf etwas unorganisiert, man musste sich mindestens 3x anstellen (Abholung Startnummer, Startbeutel und Champion-Chip). Rückfragen und Pasta-Party gingen extra 😄

Nachdem dies auch erledigt war gab es dann eine kleine Stärkung und das Sightseeing konnte starten. Ausgesucht hatten wir uns u.a. den Düden Wasserfall und verschiedene Punkte in der Altstadt bzw. den dortigen Hafen. Danach ging es wieder ins Hotel zurück und kurz an den Strand.


Dann war er da, der große Tag. Wilfried war schon sehr nervös, aber es klappte alles. Bei mir fing der Tag nicht so entspannt an; kaum gefrühstückt, Beine meldeten sich und auch sonst lief es noch nicht so. Aber es sollte sich noch geben… Pünktlich wie die Maurer trafen wir uns um 8.30 Uhr dann mit Frank – einem Kumpel meines Arbeitskollegen Stephan – und ein paar anderen Fraport-Runners am Start. Schön, dass dieses Treffen wenigstens geklappt hat. Man plauschte noch etwas und ging dann gemeinsam in den Startblock. Das Rennen sollte schließlich um neun Uhr starten.

Was ist denn da los?

Wer hier aber aufmerksam am mitlesen ist, der wird noch wissen wie die Türken ticken – zumindest nicht nach irgendwelchen Uhren. Und so kam es wie es kommen musste. Immerhin 3sprachig wurde angekündigt, dass es 15 Minuten später los gehen sollte. So stand man eingepfercht da, ohne Wasser (und Brot) und wurde minutenlang mit einem Bass aus den Boxen beschallt. Zum Glück standen wir etwas im Schatten. Nun wurde es 9.15 Uhr und es ging endlich los – mit der Nationalhymne der Türkei. Nun ja, auch mal was neues. Letztendlich erfolgte der Start dann um 9.18 Uhr und über 5.000 Marathon-, Halbmarathon- und 10km-Läufer machten sich auf den Weg. Das obligatorische Slalomlaufen kenne ich  ja schon, aber dass Motorräder und Kleinbusse im Weg standen bzw. kleine Kinder sich bei der „Elite“ eingereiht hatten und mitgelaufen sind, nun da muss man sich erst mal dran gewöhnen.

 

Ein Bild von unterwegs, zwischen KM 6 und 7

Den Lauf selbst hatte ich mir gedanklich nicht zurechtgelegt, daher peilte ich grob die 1:40 an. Wird es mehr – nicht schlimm, weniger – auch gut. Ich wollte nur möglichst die erste Hälfte schneller laufen und dann schauen wie es hinten raus noch reicht. Frank saß mir gefühlte 21 km im Nacken, mal mehr mal weniger nah wie er mir im Ziel mitteilte. Ich sah ihn allerdings erst nach der Wende, da liefen wir uns kurz über den Weg. Irgendwo hatte ich einen kleinen Leistungseinbruch meinte er später. Ich sage, das war ein großer 😂 Und irgendwie glaubte ich den Lauf von Malta eine Woche vorher noch zu merken. Nichtsdestotrotz hatte es gereicht und bis ich im Ziel war und die Kamera für seinen Zieleinlauf fertig machen wollte, stand er auch schon da. Mit meiner gestoppten Zeit bin ich sehr zufrieden, grob 2 Minuten schneller als auf Malta.

Im Endergebnis reichte es mit 1:38:03 für Gesamtrang 207 (von 1.707 HM) und Platz 35 in der AK (von 240).

Im Ziel – beide zufrieden

Nach dem Duschen im Hotel sind wir dann noch mal zur Siegerehrung. Geplant für 13.00 Uhr, aber vergessen wir die Zeit. Auch die Fraport-Leute trafen wir noch mal kurz, die warteten noch auf einen Marathonläufer. Er kam dann etwas „verspätet“ an, Frank hat mir dann noch eine Nachricht zukommen lassen.

Zurück im Hotel gönnten wir uns noch was, schließlich waren wir ja viel gelaufen. Jeder für seine Verhältnisse!


  

Montag ging es dann auch schon wieder zurück nach Hause. Leider gab es am Flieger technische Probleme, dadurch hatten wir eine knappe Stunde Verspätung. Die obercoole Flugbegleiterin machte dies aber mit ihren lockeren und spaßigen Durchsagen wieder gut.

Nun dauert es erst mal ein paar Tage, bevor es dann zum nächsten Lauf geht. Somit heißt es erst mal wieder „Training“.

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